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root 02.09.2016

Software für Autoren, die angeblich helfen, den Bestseller zu erstellen, gibt es einige. Manche kosten nichts, andere richtig Geld. Einige sind tatsächlich hilfreich für Autoren, andere wiederum nur für das Portemonnaie des Programmierers.Dass damit automatisch hinten der Bestseller rauskommt, wenn man sie vorne nur mit genug Wörtern füttert, das kann allerdings keine Software leisten. Auch wenn manche Anbieter das weiß machen wollen.Hier ein kurzer Überblick über verschiedenen Programme:

scribble paperseignet sich zum Ablegen von Ideen, Gedanken, Vorstellungen, Notizen in Form von Notizzetteln. Es ist eine deutsche Software, die nichts kostet und eine schnelle, übersichtliche Stoffsammlung gewährleistet.
Zettelkastenist wie Scribble Papers ein schöne Möglichkeit, Gedankensplitter, Exzerpte, Abschnitte, die (noch) an der falschen Stelle im Manuskript stehen, aufzubewahren und später an passender Stelle wieder einzufügen.
KeynoteAuch Keynote bietet eine elektronische Zettelsammlung, ist aber schon in die Jahre gekommen. Es ist kostenfrei, aber - meines Erachtens - unübersichtlich und dringend renovierungsbedürftig. Die seit langem angekündigte Version 2 kommt nicht aus den Puschen.
Writerhilft Ihnen, bei Ihrem Manuskript den Überblick zu bewahren. Charaktere, Handlungsorte, Kapitel behalten Sie im Blick. yWriter5 für Windows XP und Vista ist kostenfrei.
Writers ProjectWriter's Project ist eine Entwicklung, um wirklich alle Aspekte eines Manuskripts detailliert zu notieren. Neben Charakteren, Handlungsorten undsoweiter lässt sich auch die Suche nach einem Verleger belegen. Verlage, deren Anschriften und Ansprechpartner, auf welche Weise wurde dem Verlag wann das Manuskript komplett oder auszugsweise geschickt. Selbst ein Link zur Korrespondenz mit dem jeweiligen Verlag ist möglich, so dass bei regelmäßger Pflege der Datenbank immer der aktuelle Verhandlungsstand mit dem Verlag vorliegt.Das Programm wird offenbar nicht weiter entwickelt, denn die ursprüngliche website des Herstellers www.pindersoft.com führt auf eine französische Automobilseite. Was nicht ausschließt, dass das Programm doch noch irgendwo im www liegt und findige Köpfe es von dort beziehen können.
StoryBookStoryBook ist nicht nur deshalb interessant, weil es kostenfrei und mehrsprachig ist, sondern auch deshalb, weil es ein breite Palette von Möglichkeiten bietet, die Handlungsstränge mit Charakteren - wer ist wann an welchem Ort? Wie oft war eine bestimmte Figur an diesem Ort? - im Manuskript grafisch darzustellen. Wer ein solches Programm braucht, um den Überblick in seinem Manuskript zu behalten, sollte es ausprobieren.
Writers CaféAuch Writer's Café ist ein mächtiges Programm, um alle Einzelheiten eines Manuskriptes im Auge zu behalten. Über die Storyline entwickelt man die Geschichte, die Charaktere werden farblich markiert und mit den jeweiligen Eigenschaften versehen. Über die Storyline ist anhand des Farbstrangs erkenntlich, welche Person wann und wo auftritt. So können beispielsweise zeitliche wie örtliche Überschneidungen erkannt und korrigiert werden. Nachteil: Es ist englischsprachig und kostet 65 US-Dollar, 32.20 englische Pfund oder 41 Euro. Die Demoversion läuft 15 Tage ohne Einschränkungen.Versionen für Mac und Linux sind vorhanden.
NewNovelist 2Mit NewNovelist entwerfen Sie eine Struktur Ihres Plots. Ein Menü verlangt zunächst die Eingabe eines Titels. Über die Handlungsorte, Charaktere, Ideen und Recherchen geht es anschließend zu einzelnen Handlungszeitpunkten. Das kann vor allem für Anfänger hilfreich sein. Profis sind genervt und fühlen sich bevormundet. Das Programm ist englisch und kostet 29,99 englische Pfund oder 54,99 US-Dollar. Dafür ist es in zwei Versionen erhältlich: einmal in amerikanischen Englisch und einmal in englischem Englisch. Der Unterschied: Die Amerikaner haben unter anderem eine vom englischen Englisch häufig abweichende Rechtschreibung. Zum Beispiel englisch: colour, amerikanisch color. Oder: Truck und Lorry für Lastwagen.

 

Autoren-Software für den Mac
Inzwischen arbeiten viele Autoren mit dem Mac und der Software-Markt tendiert langsam auch in diese Richtung.Es gibt zahlreiche Programme für den Mac, aber nach meinem Dafürhalten sind die meisten nicht das Geld wert, das dafür verlangt wird. Das fängt schon damit an, dass viele ihre eigenen Dateiformate verwenden und nicht alle die Möglichkeit bieten, dieses als PDF-Format oder Word's doc-Format zu konvertieren oder exportieren. Diese beiden Formate sind nun mal die Standards auf dem Markt.
 Kein Lektorat wird Manuskripte in solch exotischen Formaten lesen können oder lesen wollen, wie es beispielsweise "copyright " (.cwpb). Knapp 25 Dollar wird dafür verlangt, dass man ein seit 2009 nicht weiterentwickeltes Schreibprogramm erwirbt. 15 Tage lang kann man das Programm kostenfrei testen.
Da ist "Ulysses", nach dem Roman von James Joyce benannt, deutlich preiswerter: 9,99 Euro kostet es im App-Store. Es bietet neben der Möglichkeit im Ulysses-eigenen Dateiformat .ulys noch die Möglichkeit des PDF- und des Word-exports sowie einiger anderer Standard-Formate.

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