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Schreibblockade III

Gefunden auf: https://thewritepractice.com/writers-block-lie/

Es gibt aber tatsächlich Anfänger, die noch kein Manuskript zu Ende geschrieben haben, von einer Veröffentlichung gar nicht zu reden, und die allen Ernstes behaupten, unter einer Schreibblockade zu leiden. Aber die Dreistigkeit besitzen, sich Autor zu nennen und sich damit selbst täuschen und ihre Umwelt belügen. Wem die Inspiration fehlt, ist kein Autor und wird nie einer. So wie so genannten Autoren, denen die grundlegenden Voraussetzungen für das Handwerk (nichts anderes ist es) fehlen: der korrekte Umgang mit der Sprache.

Wem es allein schon Orthographie und Grammatik mangelt – davon gibt es leider zuviele, die dann auch anfangen zu schreiben – der sollte sollte lieber einen VHS-Kurs buchen. Ich empfehle in solchen Fällen immer “Deutsch für Anfänger”. Wenn ich gut gelaunt bin auch “Deutsch für Fortgeschrittene”. Meist aber erste ich dringend davon ab, anderen ein Machwerk aus handwerklich ungebildeten Geistern zuzumuten. Dennoch gibt es leider mehr als genug davon auf dem Markt. Aber das ist ein anderes Thema.

Die englische Seite, auf die das Bild dieser Seite hinweist, sagt es eben so klar: “Schreibblockade ist eine Lüge!” Und gibt das wider, was ich versucht habe, auf den letzten drei Beiträgen zu verdeutlichen: “This is a phrase that we use to describe the frustrating experience of wishing to write without being able to.” Es ist eine Entschuldigung (in der Regel vor sich selbst), meist jedoch eine Ausrede, um zu erklären, weshalb es nicht gelingt, den angekündigten Roman zu schreiben.

Meiner Meinung nach gibt es nur eine Möglichkeit, eine Schreibblockade zu durchbrechen: Sich selbst einzugestehen, dass einem die grundlegenden Voraussetzungen fehlen.

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